LOFT

Der Kontaktladen LOFT (engl. Fabriketage) wurde 1992 als zusätzliche Einrichtung der Aktionsgemeinschaft Drogen e.V. eröffnet und bis 1993 als Bundesmodell vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) gefördert. 

Im Rahmen dieses Programms sollen niedrigschwellige und schadensmindernde Angebote (harm-reduction) der Drogenhilfe gefördert werden. Der Kontaktladen kümmert sich um Menschen, die drogenabhängig sind und sich vorerst noch nicht für ein drogenfreies Leben entscheiden können oder wollen.


Die Zielgruppe lässt sich durch folgende Merkmale beschreiben:

Suchtmittelmissbrauch und Abhängigkeit (meist langjährig)

  • Mehrfachkonsum hauptsächlich illegaler Drogen
  • Teilnahme an einem Substitutionsprogramm
  • meist mehrere stationäre Therapie und Haftaufenthalte
  • hohe Selbstmordgefährdung/psychische Einbrüche
  • soziale Randständigkeit (Langzeitarbeitslosigkeit; Wohnungsprobleme, Obdachlosigkeit)
  • körperliche Folgeerkrankungen wie Hepatitis, HIV, etc…

Die Entstehung


Die Entstehung des LOFT basiert auf langjähriger Streetworktätigkeit verschiedener LOFT- MitarbeiterInnen. Durch Gespräche auf der Szene konnten Menschen erreicht werden, die von dem bestehenden Hilfesystem bisher ausgeschlossen blieben. Das LOFT bietet ein umfassendes Serviceangebot, das konkrete lebenspraktische Hilfen, Angebote der Gesundheitsfürsorge sowie Vermittlungsmöglichkeiten bereitstellt.

Die Arbeit im LOFT versteht sich als Überlebenshilfe, die sich an der akzeptierenden Drogenarbeit orientiert.