Geschichte

Die Entwicklung unseres Vereins

1971

Einrichtung einer Sozialtherapeutischen Wohngemeinschaft und offizielle Vereinsgründung am 1.12.1971
1. Vorsitzender Dr. Gerhard Pfisterer.

1972

Einstellung eines hauptamtlichen Psychologen. Einrichtung einer Beratungsstelle in der Güterstraße 10. Aufhebung der Wohngemeinschaft mangels Personal.

1973

Abordnung eines hauptamtlichen Sozialarbeiters durch die evangelische Kirchengemeinde Pforzheim zur Beratungsstelle. Fragebogenaktion zum Drogenkonsum an den Schulen. Wahl von Manfred Becker zum l. Vorsitzenden

1974

Einrichtung einer Nachsorge-Wohngemeinschaft in der Bleichstraße. Einrichtung einer Notschlafstelle (sleep-in). Einstellung eines hauptamtlichen Sozialarbeiters beim Verein. Norbert Pöhm wird als Leiter der Stelle eingestellt.

1975

Umzug der Beratungsstelle in neue Räume (254 qm) in der Hohenzollernstr. 34. Aufhebung der Nachsorge-Wohngemeinschaft in der Bleichstrasse mangels Personal. Ganzjährig Personalschwierigkeiten durch Wechsel bzw. Unterbesetzung.

1976

Beschäftigung eines nebenamtlichen Streetworkers (Exuser). Aktionswoche aus Anlass des 5-jährigen Bestehens. Arbeitsbelastungen besonderer Art wegen finanzieller Unsicherheiten/Sozialdezernentengespräch. lntensivierung der Öffentlichkeitsarbeit/Prävention.

1978

Auswahl unserer Stelle als Bundesmodell ab 1.1.78 und Einrichtung einer zweiten Psychologenstelle. Dadurch Erweiterung der Angebote ambulante Therapie, Gefährdetenarbeit und Prävention an Schulen.

1979

Ausbau des offenen Kontaktbereichs (Teestube), Verstärkung der Streetwork in Stadt- und Landkreis (Maulbronn). Effektivitätskontrolle unserer Prävention (schriftliche Befragung) an den Schulen; Initiierung einer Eltern-Selbsthilfegruppe.

1981

10-jähriges Vereinsjubiläum: Aktionswoche mit Theater, Fachtagung, Tag der offenen Tür, Podiumsdiskussion und Info-Stände. Zwei langjährige Mitarbeiterinnen verlassen das Team der Beratungsstelle. Einstellung von 3 neuen MitarbeiterInnen (einschließlich einer ABM-Stelle) Erwerb und Umbau des Gebäudes in der Schießhausstr. 6.

1982

Umzug in unsere eigenen, wesentlich erweiterten Räumlichkeiten. Zunahme akuter Notsituationen, Verstärkung der Multiplikatorenarbeit.

1983

6 Jahre Bundesmodell sind zu Ende. Die Folgefinanzierung wird entsprechend der Landesrichtlinien von der Stadt Pforzheim, dem Enzkreis, dem Landeswohlfahrtsverband Baden und dem Land Baden- Württemberg übernommen.

1984

Einweihung des großen Gruppenraums; im Vorstand findet ein größerer Wechsel statt; Manfred Becker tritt als 1. Vorsitzender zurück, neuer Vorsitzender wird Peter Kühnel. Neues Bundesmodell: Aufsuchende Sozialarbeit für betäubungsmittelabhängige Straftäter (ASS), dadurch kann 1 Mitarbeiter zusätzlich eingestellt werden. 1 Neueinstellung für den offenen Bereich/Teestube (ABM)

1985

Bedarf an Beratung und Behandlung in der Justizvollzugsanstalt nimmt zu, Auswertung über 5 Jahre ambulante Therapie. Marianne Freifrau von Weizsäcker war Gast des Pforzheimer Elternkreises; Auflösung der Klientenselbsthilfegruppe nach 7-jährigem Bestehen.

1987

Zunahme der Hepatitis C- und Aids-Problematik; Durchschnittsalter der betreuten Klienten wird höher; der Kokainkonsum gewinnt an Bedeutung.

1989

Das Bundesmodell ASS (siehe 1984) läuft Ende 1989 aus; Konzeptionelle Vorbereitung eines neuen, größer angelegten Bundesmodells B00STER: Zielgruppe Altkonsumenten.

1990

Ausbau der Beratungsstelle zum Psychosozialen Zentrum: durch 1. Bundesmodell Booster-Programm (3 Fachkräfte) a) Aufbau einer betreuten Wohngemeinschaft b) Verstärkung niedrigschwelliger Angebote
2. Externe Drogenberatung in den Vollzugsanstalten Pforzheim und Heimsheim (1 Fachkraft)
3. Schaffung einer fünften Regelstelle, für den Arbeitsbereich Prävention
(1 Fachkraft).

1991

20-jähriges Jubiläum im Kupferdächle: Anmietung und Renovierung des Kontaktladens „Loft“ im Rahmen des Booster-Bundesmodells; Umzug der betreuten WG in die Lindenstraße; Beginn der Substitutionsbehandlung nach NUB in Kooperation mit der Praxis Dr. Scheld; interne Auseinandersetzung mit akzeptierender Drogenarbeit/Substitution. lntensivierung der Prävention.

1992

Im Januar Eröffnung des „Loft“ als erster Kontaktladen in Ba-Wü in der Bleichstrasse 97; dort Gründung des Selbsthilfevereins „Tolleranz e.V.“, hauptsächlich als eine Interessengemeinschaft substituierter Menschen. Die AGD besteht nun aus drei Teams: DROBS, LOFT und Wohngemeinschaft. Wolfgang Schindhelm löst Peter Kühnel als 1.Vorsitzender ab.

1993

Das Booster- Bundesmodell mit dem Hauptziel, niedrigschwellige, überlebenssichernde Hilfen anzubieten, geht zum 31.12. zu Ende; Der Kontaktladen kann weiterfinanziert werden, während das Projekt „Betreutes Wohnen“ eingestellt werden muss; mehr existentielle Notlagen und erhöhte Arbeitslosigkeit unserer Klientel.

1994

Schwerpunktprojekt Prävention startet an der Konrad-Adenauer-Realschule. Unsere Stelle wird Ende 94 im Rahmen der Empfehlungsvereinbarung; „Ambulante Rehabilitation Sucht“ von der DRV Baden-Württemberg anerkannt (DRV-Bund 1996!); Kooperationsmodell mit der „Sozialpension“ des Bezirksvereins für soziale Rechtspflege, einer betreuten Wohngemeinschaft; Dezember: erste Kunstauktion im Loft.

1995

Ausstieg aus der externen Drogenberatung in der JVA Heimsheim; „Drug Stop“, eine neue, cleane Selbsthilfegruppe entsteht; LOFT: Erstellung einer 5-Jahres-Dokumentation, Beginn des Umbaus des Untergeschosses von Loft, wesentlich durch (substituierte) Klienten mit Unterstützung des Arbeitsamtes und der Stadt Pforzheim: 25-jähriges Jubiläum mit unterschiedlichsten Veranstaltungen: Vortrag Prof. Kappeler, Telefonaktion der PZ, Sommerfest, Theater, Festveranstaltung, Live-Sendung im Rundfunk und Kunstauktion im Kulturhaus Osterfeld.

1997

Qualitätsmanagement: Leitungsebene durch geschäftsführende Gesamtleitung und Teamleitungen neu strukturiert; Entwicklung von Leitlinien für Substitution; Konzeptionelle Entwicklung und (ab August) Einrichtung des Projekts Haidach als stadtteilbezogenes Kooperationsprojekt zur Integration von jungen AussiedlerInnen mit Drogenproblematik; das Cafe Relax wird als offenes Kontaktangebot „vor Ort“ eingerichtet; Q-Train, unser Beschäftigungsprojekt (für Substituierte) wird zum Jahresende installiert: Neukonzeption eines Projektes „Substitution und Arbeit“, Einrichtung einer Siebdruckerei; Finanzierung über den Europäischen Sozialfonds (ESF), Kommunen, Arbeitsamt und Sozialministerium; Finanzielle Sicherung der „Fachstelle für Substitutionsbegleitung“ im Loft.

1998

Anfang des Jahres beginnen die ersten 5 Teilnehmerinnen von Q-Train in der Siebdruckerei, Ende 98 schon 9 in Arbeit vermittelt (1. Arbeitsmarkt); Beginn der ersten Fortbildungsreihe zum Thema Sucht für Multiplikatoren / Mitarbeiterinnen anderer sozialer Einrichtungen der Region (8 Einheiten). Mit unserer Mitarbeit wird der DrogenhiIfeverbund Nordbaden gegründet, der aus dem Beirat der Fachklinik Schielberg hervorgeht.

1999

Gerhard Pfisterer, Gründungsmitglied, erster Vorsitzender des Vereins und ärztlicher Mitarbeiter geht nach 28 Jahren in den Ruhestand; Die erste, zweijährige Erprobungsphase bei Q-Train geht im Dezember 99 mit großem Erfolg (Eingliederungsquote über 50%!)zu Ende. Eine Weiterförderung konnte gesichert werden.

2000

Zusammen mit der Mobilen Jugendarbeit des Stadtjugendrings wird zum 1. Juli das Projekt Streetwork Innenstadt auf den Weg gebracht, ein niedrigschwelliges Projekt an der Schnittstelle von Jugend- und Drogenhilfe. Bedarfsgerechte Aufstockung der 50% Stelle für externe Drogenberatung in der Jugendvollzugsanstalt Pforzheim auf eine 100%-Stelle (ab März). Ab November Einrichtung einer zusätzlichen Stelle „praxiszentrierte Substitutionsbegleitung“ mit Arbeitsschwerpunkt in den zwei Pforzheimer Schwerpunktpraxen. Durchführung einer zweiten Fragebogenuntersuchung bei unseren substituierten Klientinnen. Q-Train richtet Mitte des Jahres eine Fachtagung aus, auf der u.a. der Abschlußbericht der wissenschaftlichen Begleitung vorgestellt wird. Berufliche Integration wird als wichtige Aufgabe der ambulanten Drogenhilfe gesehen und soll ausgebaut werden.
Im Rahmen des Qualitätsmanagement wird mit einer externen Beraterin ein Prozess 0rganisationsentwicklung eingeleitet. Eberhard Kaiser geht nach 22 Jahren ehrenamtlicher Mitarbeit als Rechnungsführer und wird von Wolfgang Rieger abgelöst.

2001

Der „Drogenverein“ wird 30 Jahre, am 09.11. wird zu diesem Anlass von der Drobs eine Fachtagung zum Thema ambulante Therapie und Designerdrogen ausgerichtet. Umstrukturierung des Kontaktladens Loft in ein Kontakt- und Informationszentrum mit einer erweiterten Zielgruppe von Drogengebraucherlnnen. Entsprechende Umgestaltung der Loft Räume. Sicherung von Q-Train nach Auslauf der EU-Förderung zum 30.09.01. Entwicklung eines zweiten, niedrigschwelligeren Beschäftigungsprojekts“Q-Service“ in Kooperation mit dem Badischen Landesverband gegen die Suchtgefahren (BLV). Beginn: November. Finanzierung u.a. mit ESF -Mitteln. Erweiterung der Zielgruppe auf alle Suchtkranken. Überführung der beiden Beschäftigungsprojekte in die „Q Prints&Service gGmbH“ mit den zwei Gesellschaftern AGD (2/3) und BLV (1/3). Umzug in neue Räumlichkeiten unter einem Dach (Simmlerstrasse 10). Akquise umfangreicher Investitionsmittel für die Betriebsausstattung. Einführung der EDV-gestützten Klientendokumentation „Horizont“.

2002

Einführung eines Qualitätsmanagements an unserer Stelle (nach EFQM). Der Kontaktladen LOFT wird 10 Jahre alt, gefeiert wird mit einem Jubiläumsfest, außerdem wird eine Dokumentation über zehn Jahre Kontaktladenarbeit herausgegeben. Zwei neue Projekte zur „Gewalt- und Suchtprävention bei jugendlichen Spätaussiedlern“ werden entwickelt, beim Projekt „Kinder suchtkranker Eltern“ wirkt die AG Drogen mit. Die ehemaligen Q-Train-Räume werden für unsere neue Fachstelle für Prävention (FIPS) umgebaut.

2003

Gründung der neuen Abteilung „Streetwork AG-Drogen“ (SW-AGD) mit insgesamt 4 Projekten. Veränderung beim Klientel: vermehrt jüngere Jahrgänge mit riskantem Substanzkonsum einschließlich Alcopops. Verschlechterung der Finanzierungsgrundlage und damit verbundener Stundenabbau bei einzelnen MitarbeiterInnen.

2004

Nach wie vor steigende Inanspruchnahme bei knapper werdenden Finanzen. Wegfall des Landeswohlfahrtsverband Baden als Kostenträger. Installierung des „Suchthilfeverbund Pforzheim-Enzkreis“ (SHPE) zusammen mit der Diakonie und dem Badischen Landesverband (BLV). Die Gesundheitsreform führt zu Engpässen in der Gesundheitsversorgung bei einem Teil der Klientel.

2005

Das Jahr war geprägt von einem großen Mitarbeiterwechsel: Norbert Pöhm, Rainer Bornhäuser und Karin Kühnel verlassen die Beratungsstelle. Damit verließen uns 3 Urgesteine der Beratungsarbeit.
Harald Stickel übernimmt die Gesamtleitung der AG Drogen.
Der Suchthilfeverbund hat sich etabliert und KollegInnen aus verschiedenen Trägern arbeiten in den Teams zusammen. Das Projekt Gewalt- und Suchtprävention bei jugendliche Spätaussiedlern“ endet zum September. Erweiterung des Angebotes Streetwork Innenstadt um den Bereich Wohnen für junge Menschen, die von Obdachlosigkeit bedroht sind. Das Projekt FreD wird gemeinsam mit der Kriminalpolizei Pforzheim und mit Sponsorenmitteln umgesetzt. Es bildet eine wichtige Ergänzung in der Prävention mit Cannabiskonsumenten.

2006

Im Jahr 2006 wurden über 2000 Menschen von den Fachbereichen der AG Drogen betreut. Die Projekte der Landesstiftung Baden-Württemberg konnten nicht weiter finanziert werden. Das Innenstadt-Team verliert dadurch eine Mitarbeiterin. Das Projekt JAMES für jugendliche Einwanderer in Mühlacker konnte im August starten. Das Projekt wird finanziert aus Mitteln des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge.
Die 7. LOFT Kunstauktion wurde erstmals gemeinsam mit dem Rotary Club Pforzheim Schlossberg mit großem Erfolg durchgeführt.
Unsere Tochtergesellschaft Q-Prints&Service gGmbH eröffnet am 06. Dezember 2006 den Goldenen Anker in Dillweißenstein als Lernort und Restaurantbetrieb. Das bestimmende Thema bleibt neben der therapeutischen Versorgung die Integration unserer Klienten in Arbeit.

2007

Der Suchthilfeverbund führt einen Fachtag mit namhaften Referenten zum Thema „Familie und Sucht“ durch, der auf eine sehr positive Resonanz stößt.
Der Jobladen hat sich etabliert und ist aus dem Angebot der AG Drogen nicht mehr wegzudenken. Der Kontaktladen LOFT wird 15 Jahre alt.

2008

Start des Projekts AFT – Aufsuchende Familientherapie. Wechsel im Vorstand – Nadine Micko, Rechtsanwältin kommt für Fritz Rieger als Rechnungsführerin.
Die 8. Loft Kunstauktion im Kulturhaus Osterfeld wird erfolgreich durchgeführt.
Außergewöhnlich hohe Todesrate mit 14 Todesfällen.

2009

Hohe Inanspruchnahme der Stelle mit 2342 KlientInnen im Jahr, obwohl eine halbe Stelle gestrichen wurde.
Das Team des LOFT hat sich im März des Jahres 2009 komplett neu gebildet.
Das Projekt online-beratung wird mit einer Personalkapazität von 20 Wochenstunden umgesetzt. www.checkpoint-beratung.de aus Mitteln der ARD Fernsehlotterie für 2 Jahre unterstützt.
Anna Bals wird neue Teamleiterin im LOFT
Das Projekt JAMES für jugendliche Spätaussiedler und Migranten wird in das Team MOBILE Jugendarbeit Mühlacker übergeleitet mit dem wir mit 0,5 Stellen beteiligt sind.
Fachtag „Teilhabe und Sucht – Erwerbstätigkeit – (k)ein Erfolgskriterium?“ wird als bundesweiter Fachtag gemeinsam mit Q-Prints&Service gGmbH veranstaltet und umgesetzt.

2010

Das Streetwork Team zieht in neue Räumlichkeiten um.
Das Projekt Aufsuchende Familientherapie hat die Grenze von 50 Familien überschritten; qualitative Interviews und eine Überweiserbefragung wurden durchgeführt.
Hartmut Wagner wird zum zweiten Vorsitzenden der AG Drogen gewählt.
Der Fachtag „Systemische Familientherapie und ihr Potential für die Suchthilfe“ findet im Mai 2010 statt bei dem das Projekt AFT in der Suchthilfe einem breiten Publikum vorgestellt wird.
Projekt 13 – Frühintervention für rauschtrinkende Jugendliche wird unter der Trägerschaft der AG Drogen umgesetzt – zwischen 50 und 60 Jugendliche pro Jahr werden dadurch erreicht.
Die AG Drogen Pforzheim e.V. wird Mitglied im Netzwerk Cannabis Nordschwarzwald.

2011

Die Aktionsgemeinschaft Drogen Pforzheim e.V. besteht seit 40 Jahren. Dieses Jubiläum wird mit einem Fachtag “Beziehung schafft Bindung – Bindung schafft Kontinuität” begangen zu dem 4 Referentinnen zum Thema Bindung, Jugend und Pubertät gewonnen werden konnten.
Jubiläumsfeier im Kulturhaus Osterfeld mit einer Zeitreise durch 40 Jahre Drogenhilfe mit zeitgenössischer Musik, Zeitzeugen und Schauspielern aus dem Team der Beratungsstelle.
Das Projekt “Aufsuchende Familientherapie” wurde erfolgreich beendet mit einem Abschlussbericht und einer Möglichkeit der Folgefinanzierung über Hilfe zur Erziehung im Rahmen der Jugendhilfe.
Die Förderung der Onlineberatung lief aus, da wir das Projekt für wichtig halten wird es in vermindertem Umfang selbstfinanziert weiter angeboten.
Durch die Beendigung der Projekte kam es zu häufigem Personalwechsel im Beratungsstellenteam.
Gabriele Herb-Gauss übernimmt die Teamleitung der Beratungsstelle ab August 2011.
Die Kürzungen der kommunalen Zuschüsse wirken sich auf die Belastung der MitarbeiterInnen und auf die Wartezeiten der KlientInnen aus
Projekt 13 erreicht 73 Jugendliche, die mit Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert wurden. Die Erreichungsquote liegt bei 90%.
Einführung einer Therapievorbereitungsgruppe erhöht die Haltequote in der ambulanten Rehabilitation.

2012

20 Jahre Kontaktladen LOFT – niedrigschwellige Drogenhilfe ist ein fester Bestandteil der Suchthilfe. Das LOFT steht für Schadensminderung , Safer Use und persönliche Bindung.
10. LOFT Kunstauktion – Jubiläumsveranstaltung mit 43.600,- € Umsatz. Diese Auktion ist ein festes Event im Kulturkalender der Region. Die Kooperation mit dem Kunstverein, QPS und den Rotary Clubs hat sich bewährt.
Bastian Meyer, Fachanwalt für Strafrecht, kommt als Beisitzer in den Vorstand.
JOBLADEN weiblich wird eröffnet. Das Kooperationsprojekt mit der GBE ermöglicht für junge Frauen eine Tagelöhnerpojekt. Eine Lücke wird mit Mitteln des ESF geschlossen. Die AG Drogen übernimmt die psychosoziale Begleitung der jungen Frauen.

2013

Höchststand der Neuanfragen bei der Jugend- und Drogenberatungsstelle mit 966 Neukontakten.
Das Projekt“ Alkoholprävention im öffentlichen Raum“ wird von Streetwork Innenstadt und der Fachstelle Prävention umgesetzt; Jugendevents werden begleitet.
Frühinterventionsprogramm FreD mit 148 Vermittlungen und 112 jungen Kursteilnehmern ebenfalls auf hohem Niveau.
Im Mittelgebäude in der Schießhausstraße werden die beiden oberen Stockwerke umgebaut und an junge Menschen aus Italien und Spanien vermietet.
Zum Ende des Jahres wechselt das LOFT Team fast komplett – Anna Böhm, Daniela Geier, und Katja Öhler gehen in Elternzeit.

2014

Die AG Drogen hat im Jahr 2014 einen größeren Umstrukturierungsprozess durchgemacht. Es wurde vom Leiter und vom Vorstand eine Diskussion angestoßen, dass der Namen Aktionsgemeinschaft Drogen Pforzheim e.V. aus verschiedenen Gründen nicht mehr zeitgemäß ist. Vor allem entspricht er nicht mehr dem Portfolio und der Angebotsstruktur. Außerdem war es notwendig sich innerhalb der Trägerlandschaft neu zu positionieren, um konkurrenzfähig zu bleiben.

Bereits in den Jahren 2008 ff wurden Projekt im Bereich der Jugendhilfe wie etwa die aufsuchende Familientherapie initiiert, die weit über das Kerngeschäft der ambulanten Suchthilfe hinausgingen.

Die AG Drogen hat mit der Aufnahme eines Konsiliardienstes (Oktober) und der Eröffnung einer Anlaufstelle Ess-Störungen (November) das Angebot deutlich erweitert. Die Jugendhilfe und Gesundheitsvorsorge sind neu hinzugekommene Akzente im Angebot.

Dieser Prozess mündete in dem Vorstandsbeschluss vom 01.07.2014, dass die AG Drogen e.V. das operative Geschäft in eine gGmbH überführt mit Harald Stickel als Geschäftsführer.

Nach diesem verunsichernden und aufregenden Prozess an dem alle beteiligt waren (Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Vorstandsmitglieder, Freunde, Unterstützer und verschiedene Grafikagenturen) wurde der Namen Plan B gGmbH Jugend, Sucht & Lebenshilfen geboren.

Neben all diesen aufregenden innerbetrieblichen Prozessen hat die AG Drogen 2.247 unterschiedliche Klienten in den 4 verschiedenen Fachbereichen erreicht. Dazu kommen noch im Bereich Prävention 3065 Menschen in 127 Veranstaltungen –  304 Multiplikatoren und 2761 Schülerinnen und Schülern.

Die Geschichte der AG Drogen endet hier, obwohl es sie noch gibt als Gesellschafter der Plan B gGmbH und der QPS gGmbH:

Sie wird natürlich weiterhin für die Jugend- Sucht- und Lebenshilfen aktiv sein, aber keine eigene Mitarbeiter mehr beschäftigen und deshalb wird die inhaltliche Darstellung der Arbeit künftig auf der Homepage der Plan B unter www.planb-pf.de zu finden sein.